Im August auf Sardinien traf ich Aristide in einem kleinen, sonnendurchfluteten Café. Er erzählte mir von seinem Land in Ruanda, auf dem er eine eigene Kaffeeplantage aufbauen möchte. Sofort war klar: Ich wollte ihn dabei unterstützen, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen und den Bauern fairen Kaffeeanbau zu ermöglichen.
Während Aristides Zeit in Italien wurde ihm bereits viel Kollegiale Unterstützung geboten. So ist er auf Antonio Biscotti gestossen, welchem ihm bereits angeboten hat, für ihn zu rösten. So wurde er zu unserem Partner.
Nach Monaten intensiver Vorbereitung besuchte ich im November das Swiss Coffee Festival. Dort knüpfte ich viele Kontakte, lernte die Szene kennen und vertiefte mein Wissen über Kaffee, Qualität und fairen Handel.
Im Dezember flog ich schließlich nach Ruanda und lernte John Rebero kennen, den Gründer der Kooperative Abakundakawa in Rushashi. Wir verbrachten mehrere intensive Tage miteinander, um uns kennenzulernen und Vertrauen aufzubauen – ein wichtiger Schritt, bevor man geschäftlich zusammenarbeitet. Am Ende war uns klar: Wir können gemeinsam arbeiten und Großes erreichen. Es entstand nicht nur eine partnerschaft, sondern auch eine freundschaft.
Durch John kam ich auch mit seiner Nichte Nina in Kontakt, die in Berlin als Designerin arbeitet. Ihre kreativen Ideen ergänzen das Projekt perfekt und bringen eine neue Dimension in die Vision von Aristide und der Kooperative.
Diese Begegnungen haben mir gezeigt, dass Kaffee mehr ist als ein Getränk: Er verbindet Menschen, eröffnet Perspektiven und kann einen echten Unterschied machen – von Ruanda bis auf unseren Tisch in der Schweiz.